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Lufthygiene und Stadtklima

Luft

Bild:Messstation Rathaus© Stadt Kaiserslautern
Bild:Messstation Rathaus
Saubere Luft ist ein unverzichtbares Gut. Jeder ist auf sie angewiesen. Denn wir atmen tagtäglich - je nach körperlicher Aktivität - etwa 20 bis 50 Kubikmeter Luft ein. Saubere Luft ist daher zum Schutz der menschlichen Gesundheit und unserer gesamten Umwelt sehr wichtig.
Was ist die Luft?

Natürlich Bestandteile der Luft
Ein Kubikmeter (1000 l) trockene reine Luft besteht aus

Bestandeile der Luft
 
780,8 l
Stickstoff
209,5 l
Sauerstoff
   9,3 l
Argon
Summe der Bestandteile
                999,6 l

Die übrigen 0,4 l Luft bestehen aus Spurenelementen, davon im Wesentlichen aus Kohlendioxid (340ml).

Dazu kann Luft in Abhängigkeit von der Temperatur unterschiedliche Mengen an Wasser aufnehmen. So kann ein Kubikmeter Luft bei 20°C bis zu 22 l Wasserdampf (17,3 g) enthalten.

Die Zusammensetzung der Spurenstoffe in der Atmosphäre hat sich durch die Industrialisierung verändert. So betrug z. B. in der vorindustriellen Zeit der Anteil des Kohlendioxid 260 ml pro Kubikmeter Luft.

Luftreinhaltung

Zentrale Aufgabe der Luftreinhaltung ist die Erhaltung bzw. Wiederherstellung einer zuträglichen Luftqualität, sowohl im lokalen Umfeld wie auch im weiträumigen Maßstab. Im Vordergrund steht dabei zunächst der Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, die als Immissi-onen auf den Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und Sachgüter einwirken. Ferner gilt es, Gefahren und Belästigungen, die beim Betrieb von Anlagen auftreten können, zu vermeiden.

Durch Minderung der bestehenden Immissionsbelastung verfolgt die Luftreinhaltepolitik langfristig das Ziel, schädlichen Umwelteinwirkungen konsequent vorzubeugen (Vorsorgeprinzip).

Durch die für Industrieanlagen geltenden Vorschriften zur Luftreinhaltung konnten seit den 80er Jahren beachtliche Emissionsminderungen erreicht werden. So sanken die Schwefeldioxid- und Stickstoffdi-oxidemissionen aus den 26 größten rheinland-pfälzischen Feuerungsanlagen um rund 75 Prozent.

Auch bei kleineren gewerblichen Anlagen sind Maßnahmen zur Luftreinhaltung vorgeschrieben: So müssen zum Beispiel chemische Reinigungs- und Oberflächenbehandlungsanlagen ihren Lösemittel-verlust begrenzen. Tankstellen benötigen Systeme zur Rückführung der Benzindämpfe.

Neben Industrie und Gewerbe tragen vor allem Straßenverkehr und Gebäudeheizungen maßgeblich zur Luftverschmutzung bei. Deshalb wurden auch für diese Bereiche Vorschriften zur Luftreinhaltung erlas-sen und fortentwickelt.

Die regelmäßige Überprüfung der Schadstoffimmissionen erfolgt durch das Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht in ganz Rheinland-Pfalz mit dem Zentralen Immissionsmess-netz ZIMEN. In Kaiserslautern stehen 2 Messstationen zur Überwachung der Luftmesswerte. In diesen ZIMEN Messstationen werden u. a. die Konzentrationen von Ozon, Feinstaub, Schwefeldioxid, Stick-stoffdioxid, Stickstoffmonoxid, Kohlenmonoxid sowie meteorologische Einflussgrößen in der Luft ermit-telt. Über das Internetangebot des Landes Rheinland-Pfalz bei www.luft-rlp.de können die Messdaten abgerufen werden.

Nicht gemessen, sondern berechnet werden dagegen die Emissionen treibhauswirksamer Gase in die Atmosphäre. Vor allem durch die Verbrennung von Holz, Kohle, Öl und Gas wird die Atmosphäre mit Gasen angereichert, die durch ihre lange Haltbarkeit und Konzentration einen Klimawandel bewirken. Die Bundesregierung hat im Meseberger Papier festgelegt, dass die treibhauswirksamen Gase bis 2020 um 40 % gegenüber 1990 reduziert werden sollen. Die nationalen Maßnahmen zum Klimaschutz wer-den seitens der Stadt Kaiserslautern durch die Mitarbeit im Klimabündnis europäischer Städte, durch eigene Treibhausgasbilanzen und Maßnahmen zum Klimaschutz auf der lokalen Ebene ergänzt.

Messstationen ZIMEN

Rechtliche Grundlagen für Luftmesswerte


 
 

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